Liminalität und Agency in Ethel Smyths The Boatswain’s Mate: Die Witwenfigur Mrs. Waters

Autor:innen

  • Beeke Hölzer TU Dortmund

DOI:

https://doi.org/10.59714/stimme.v202678

Schlagworte:

Smyth, Oper, Witwe, Single Studies, Liminalität, England, Gender, Feminismus

Abstract

Witwen bewegen sich zwischen Genderrollen, Abhängigkeit und Eigenständigkeit, Leben und Tod, sind gleichzeitig verheiratet und nicht verheiratet. Diese Ambiguität beziehungsweise Liminalität, im Sinne eines Zustands des ‚Dazwischens‘ nach Victor Turner, machen sie als Subjekt gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse für Texte jeder Art interessant. Insbesondere im England des Langen 19. Jahrhunderts stehen sich pietätvoll-fromme und gefährlich-sexualisierte Darstellungen verwitweter Frauen gegenüber. Witwenfiguren im Musiktheater dieser Zeit blieben allerdings bislang unbeachtet. Die Analyse von Ethel Smyths comic opera The Boatswain’s Mate (UA 1916) liefert in diesem Kontext viele anknüpffähige Erkenntnisse. Dabei steht im Zentrum die Frage, inwieweit die der Witwe Mrs. Waters inhärente Liminalität genutzt wird, um ihr mehr Agency in der Gestaltung ihrer Lebensumstände und der Beeinflussung der Handlung zuzugestehen.

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Veröffentlicht

2026-05-01

Zitationsvorschlag

Hölzer, B. (2026). Liminalität und Agency in Ethel Smyths The Boatswain’s Mate: Die Witwenfigur Mrs. Waters. StiMMe – Das Studentische Musikwissenschaftsmagazin, 4, 5–27. https://doi.org/10.59714/stimme.v202678

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